Was ist Cloud-Computing?

Der Begriff „Cloud“ ist derzeit allgegenwärtig. Kann man dieser Cloud wirklich die vertraulichen Firmendaten anvertrauen? Und was tut diese Cloud für mich? Was genau steckt hinter diesem Begriff? Die US-amerikanische Standardisierungsstelle NIST (National Institute of Standards and Technology) erklärt die Wolke folgend: Cloud Computing ist ein Modell, das es erlaubt bei Bedarf, jederzeit und überall bequem über ein Netz auf einen geteilten Pool von konfigurierbaren Rechnerressourcen (z. B. Netze, Server, Speichersysteme, Anwendungen und Dienste) zuzugreifen, die schnell und mit minimalem Management-aufwand oder geringer Serviceprovider-Interaktion zur Verfügung gestellt werden können. Anders ausgedrückt, ermöglicht die Cloud den Unternehmen, ihre Daten an einem nicht lokal installierten Rechner oder Netzwerk zu speichern oder auf Anwendungen und Services zuzugreifen, welche in der metaphorischen „Wolke“ liegen. Die auf der Cloud basierenden Anwendungen, Services oder dort abgelegten Daten können also von überall aus aufgerufen und genutzt werden.

Kostensenkung
Keinerlei Wartungs- oder Verwaltungsaufwand erforderlich. Es wird nur bezahlt, was auch genutzt wird
Globale Nutzung
Jederzeit und überall Zugriff auf bestimmte Cloud-Dienste. Einzige Voraussetzung: Eine Internetverbindung
Zeitnahe Skalierbarkeit

IT-Leistungen sind dynamisch und innerhalb kurzer Zeiträume nach oben und unten skalierbar

Erhöhter Datenschutz

Professionelles Security-Management erfolgt durch den Anbieter nach dem 24/7-Prinzip.

Die verschiedenen Cloud-Modelle

Microsoft Azure

Die Cloud-Computing-Plattform Azure von Microsoft ist hoch skalierbar und wendet sich mit ihren Services hauptsächlich an Unternehmen und Entwickler. Verfügbar ist Azure offiziell seit dem Jahr 2010. Seither erweitert Microsoft das Serviceangebot und die Leistungsfähigkeit seiner Cloud-Computing-Umgebung kontinuierlich.

User können Services aus den Bereichen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) aus der Cloud beziehen. Auch Datenbanken und Storagesysteme werden bereitgestellt. Ziel ist es, Anwendern eine flexible Cloud-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die sich den individuellen Anforderungen schnell anpassen lässt und den Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur überflüssig macht. Zahlreiche Standarddienste wie virtuelle Maschinen, SQL-Datenbanken oder VPN-Gateways können genutzt werden.

Die folgende Abbildung zeigt eine Liste der Ressourcen, die Sie verwalten und die von Ihrem Dienstanbieter in jeder Clouddienstkategorie verwaltet werden:

On Premises

Lokales Netzwerk

Bei der On-Premise-Lösung wird die jeweilige Software, beispielsweise das ERP-System, auf einem Server im eigenen Unternehmen installiert.
Die Anschaffung entsprechender Hardware ist Aufgabe des Unternehmens selbst. Wartung, Verwaltung sowie Datensicherung liegen in seiner Verantwortung.
Das bedeutet: Die Firma muss über einen eigenen IT-Bereich und ausgebildete Mitarbeiter verfügen, welche das Rechenzentrum betreuen.

Die Instandhaltung der Software inkludiert ebenso die Durchführung regelmäßiger Updates. Bei einem lokalen Server können Systemausfälle nie ausgeschlossen werden.
Das Risiko eines Verlustes sensibler Daten muss insofern immer kalkuliert werden. Für manche Unternehmen kann es dennoch sinnvoll sein, sich für die serverbasierte Inhouse-Lösung zu entscheiden, eben weil damit sensible Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Die Kontrolle über die Software obliegt somit allein dem jeweiligen Unternehmen.

SaaS

Software as a Service

Software as a Service  ist die bekannteste und gängigste Art von Cloud-Diensten. Bereitgestellte Anwendungen werden über den Webbrowser genutzt und nie direkt auf dem Gerät des Nutzers installiert. Büro-Software wir Word und Excel werden online verwendet, eMails über einen Webbrowser abgerufen.

Vorteile:

  • Keine Installation der Software
  • Zugriff von jedem beliebigen Standort aus
  • Keine Investitionskosten für Soft- und evtl. benötigte Hardware
  • Entfall von kostspieligen Lizenzen – Bezahlt wird, was genutzt wird.
  • Bei aktiver Internetverbindung, mobil auf Smartphones, Teblets und Notebooks verwendbar

Nachteile:

  • Nicht individuell konfigurierbar

Zwei unabhängig voneinander geführte Studien (der Yankee Group und von McKinsey & Company) haben ergeben, dass Unternehmen Kosten in Höhe von bis zu 30 Prozent durch SaaS einsparen können. Dies trifft sowohl auf KMU als auch große Konzerne zu.

PaaS

Platform as a Service

Platform as a Service

ist eine Möglichkeit Hardware-, Betriebssystem- sowie Speicher- und Netzwerkkapazitäten über das Internet zu mieten. Die Bereitstellung als Dienst erlaubt es Kunden, virtualisierte Server und zugehörige Dienste zu mieten, um vorhandene Anwendungen auszuführen oder neue zu entwickeln und zu testen. Es bietet ein höheres Maß an Kontrolle und Gestaltungsmöglichkeiten als SaaS.

Vorteile:

  • Betriebssystem-Funktionen können eigenständig geändert und aktualisiert werden.
  • Gemeinsames Arbeiten (Entwickeln von Software) standortunabhängig möglich
  • Kostenreduktion durch weniger Hardware

Nachteile:

  • Herstellerabhängigkeit in Bezug auf Schnittstellen oder Entwicklungssprache

IaaS

Infrastructure as a Service

bietet Unternehmen ausgelagerte Computing-Ressourcen – zum Beispiel Zugriff auf RAM-, CPU-, Speicher- und Netzwerkkapazitäten – bis zur Betriebssystemebene. Damit stellt IaaS das Fundament der Cloud-Dienste dar und bietet dem unternehmensinternen IT-Team ein Höchstmaß an Kontrolle über die outgesourcte Infrastruktur: Das IT-Team kann Elemente wie den Festplattenspeicherplatz und virtuelle Netzwerkverbindungen verändern. Beispiele für IaaS sind EC2 von Amazon und die Managed Virtual Hosting Services von Claranet.

Voteile:

  • Einsparung sämtlicher Anschaffungskosten für ein Rechenzentrum und/oder spezielle Plattform-Umgebungen und Services
  • IaaS-Leistungen sind flexibel anpassbar
  • Bei Lastspitzen ist die Infrastrktur anpassbar
  • Abrechnug exakt nach Verbrauch

Ihr Weg in die Cloud - Einfacher als Sie denken!